Altenburger Musik Akademie 2010

Teilnehmer aus aller Welt perfektionieren und erweitern vom 25.7.-7.8. 2010 zum 28. Mal in Meisterkursen mit renommierten Dozenten ihr Können in den Fächern Gesang, Klavier, Orgel, Gitarre, Cembalo und Orchester. Außerdem werden Sonderkurse für Sprechtechnik, Feldenkrais und ein Pädagogik-Center für Instrumentalpädagogen angeboten.

  Der künstlerische Leiter, Robert Lehrbaumer, seine prominenten Dozentenkollegen , die jungen internationalen Top-Interpreten und das Vienna International Orchestra laden während dieser zwei Wochen mehrmals zu attraktiven Konzerten in die Kirche und den Weißen Saal sowie zu musikalischen Führungen durch das nächtliche Stift ein.

   Besucher des Stifts sind auch willkommen, im Rahmen des Projektes „Klingendes Stift Altenburg“ als Gäste in die Klang- und Musikwelt der „AMA“ einzutauchen. Näher Interessierten steht neben der aktiven Teilnahme auch die passive Teilnahme als permanenter Zuhörer offen.

Konzerttermine:

25.7.2010, 18:00 Uhr: Eröffnungssoiree

31.7.2010, 19:30 Uhr: Gesang & Saitenspiel

1.8.2010, 10:00 Uhr: Orgelmesse & Musik-Matinee

3.8.2010, 20:15 Uhr: Klingende Nacht

5.8.2010, 18:00 Uhr: Solisten und Orchester

7.8.2010, 18:00 Uhr: Abschluß-Solistengala

 

   Tel. +43-(0)680-31 27 447 oder

   email: ama@musique.at

 

 

Dr. Markus Himmelbauer (Mitte) bei einer Spezialführung durch die Ausstellung "Aufbruch-Zueinander. Christen und Juden. Wandlung einer Beziehung"

 Aufbruch - Zueinander

Christen und Juden. Wandlung einer Beziehung 

Sonderausstellung 2010 im „Garten der Religionen“ im Stift Altenburg

 

 

Der „Garten der Religionen“ im Benediktinerstift Altenburg bei Horn stellt symbolisch die Haltung der katholischen Kirche zu den nicht christlichen Religionen dar. Wege, Gewässer, Pflanzen und geometrische Formen versuchen, den programmatischen Text „Nostra Aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils (1965) in die Landschaft zu übertragen.

 

Jahresausstellung Christen und Juden im Garten der Religionen am 25.4. 2010 eröffnet

 Bei strahlendem Frühlingswetter wurde am Sonntag, 25. April die Jahresausstellung 2010 im „Garten der Religionen“ im Benediktinerstift Altenburg bei Horn eröffnet. Die Schau widmet sich der Beziehung von Christen und Juden unter dem Titel „Aufbruch – Zueinander“.

 Abt Christian Haidinger OSB erinnerte mit den Worten des Konzilstexts „Nostra Aetate“ an das „reiche gemeinsame geistliche Erbe“ von Juden und Christen. Dennoch wolle die Ausstellung nicht nur Gemeinsamkeiten thematisieren, sondern auch respektvoll Unterschiede zwischen beiden Bekenntnissen benennen. So wie im Konzilstext beschrieben, wolle die Ausstellung die „gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern“. Dies könne, so Abt Christian, aber nicht ohne „Besinnung auf die Geschichte der Schuld in den Kirchen“ geschehen.

 Jäggle: Dank an jüdische Partner

Professor Martin Jäggle, katholischer Vizepräsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, würdigte in seinem Grußwort das Verdienst jener Mitglieder der jüdischen Gemeinden, die die Erneuerung der Kirchen im christlich-jüdischen Verhältnis mitgetragen haben und durch ihre kontinuierliche Teilnahme am Dialog daran glaubten, dass es „eine dauerhafte und echte Bekehrung ist“. Vor 34 Jahren, am 12. April 1986, war Johannes Paul II. der erste Papst, der eine Synagoge besucht hat. Dieses denkwürdige Ereignis der kirchlichen Erneuerung hätte nicht stattgefunden, wenn es dazu keine Einladung der jüdischen Gemeinde gegeben hätte. Für die christliche Seite gilt, „dass es keine Einführung in den christlichen Glauben ohne Einführung in das lebendige Judentum gibt“, so Jäggle: „Die Ausstellung kann den Kirchen und den Besucherinnen und Besuchern helfen, ihre Einstellung zum jüdischen Volk zu überprüfen und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.“

Abt Christian Haidinger OSB, Dr. Willy Weisz, LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Dr. Markus Himmelbauer, P. Albert Groiß OSB, Prof. Dr. Martin Jäggle (v.l.n.r.)

 Weisz: Auf den Schrifttext hören

Für den jüdischen Vizepräsidenten des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Willy Weisz, ist es noch immer nicht selbstverständlich, dass Juden im christlichen Umfeld frei sprechen könnten, „als Dialogpartner auf Augenhöhe und nicht als Objekte, die bekehrt werden müssten“. Weisz ermutigte zu vertieftem Bibelstudium auf Grundlage des Originaltexts als Inspiration für den Dialog. „Übersetzungen geben das Original nie vollständig wieder. Doch leider sind Übersetzungen gerade des ersten Teils der Bibel bisweilen mehr Interpretation als Übersetzung, um die kirchliche Lehre zu bestätigen, anstatt sich durch einen kantigen Text herausfordern zu lassen“, bedauerte Weisz. 

Die Autorin Ruth Steiner bot ausgehend von ihrer Biografie Denkanstöße und Einsichten zum christlich-jüdischen Verhältnis. Ein wichtiges Anliegen ist ihr, um Aufmerksamkeit und Respekt für jüdische Sichtweisen dieser Beziehung zu werben.

 

Sobotka: Österreichische Identität hat nicht nur helle Seiten

Der Landeshauptmann-Stellvertreter von Niederösterreich, Wolfgang Sobotka, würdigte den „Garten der Religionen“ als Vorbild für das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Traditionen. Daneben ist „im Garten uns Gott am nächsten“. Ein Garten zeige durch sein Werden, Wachsen und Vergehen die Symbolik des Lebens, er sei ein geschenkter Ort, der von Menschen gestaltet werde. Das Land Niederösterreich nehme seine Verantwortung ernst, etwa bei der Revitalisierung von Synagogen und bei der Erhaltung jüdischer Friedhöfe. „Zur Identität Österreichs gehört auch, dass Menschen aus unserem Land Juden verfolgt haben und Mittäter in der Zeit des Nationalsozialismus gewesen sind“, erklärte Sobotka.

 Bilanz über 45 Jahre christlich-jüdischer Erneuerung

Die Jahresausstellung 2010 „Aufbruch – Zueinander. Christen und Juden: Wandlung einer Beziehung“ wirft ausgehend vom symbolischen Gegensatzpaar von „Ecclesia und Synagoga“ einen Blick auf den aktuellen Stand der christlich –jüdischen Beziehung. Kirchliche Verlautbarungen markieren Eckpunkte des Erreichten; Beispiele aus der Bibel lassen entdecken, dass manches, was gleich aussieht, noch lange nicht dasselbe ist; daneben werden aktuelle Konflikte um zukünftige Positionierungen des Judentums in der katholischen Kirche nicht ausgespart. Die „noachidischen Anweisungen“ thematisieren ein Angebot des Judentums an die gesamte Menschheit, an den Verheißungen Gottes teilzuhaben.

Die Ausstellung wurde von Prior P. Albert Groiß OSB vom Stift Altenburg und Dr. Markus Himmelbauer, Geschäftsführer des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ erstellt und ist täglich bis 1. November 2010 geöffnet.

 

Mose mit dem "Zehnwort" - aus der Stiftbibliothek Altenburg

 

Öffnungszeiten

25.4.-1.11. 2010, täglich 10 – 17 h

Führungen nach Voranmeldung

  

Informationen: A – 3591 Stift Altenburg 1; 02982/3451-14

info@stift-altenburg.at

http://christenundjuden.org/de/?area=Neues%20Material

 

 

 

"Frau": Steinskulptur von Dr. Eva Vorpgagel-Redl im "Garten der Stille"

Altenburger Sängerknaben: Gerhard und Matthias

 

Bildband über das Benediktinerstift Altenburg im Brandstätter-Verlag

 Die "Benediktiner im Herzen Europas" präsentierten einen neuen Bildband, der erstmalig in Text und Bild die zwei Klosteranlagen in Altenburg vorstellt: das seit 1983 archäologisch ergrabene „Kloster unter dem Kloster“ aus dem 12.-14. Jh.  und das Barockstift des 18. Jahrhunderts als „barocker Kosmos“. 

Die Besucher des als „Barockjuwel des Waldviertels“ bekannten Benediktinerstiftes Altenburg in Niederösterreich werden seit einigen Jahren durch eine mittelalterliche Anlage überrascht, die in den letzten Jahren als „Kloster unter dem Kloster“ durch Archäologen behutsam freigelegt und restauriert werden konnte. Zeugen der benediktinischen Präsenz seit dem 12. Jahrhundert verbinden sich hier mit dem ersten großen Klosterumbau im 14. Jahrhundert und werden durch einen mächtigen barocken Klosterpalast er- und überhöht, für den der berühmte Bauabt Placidus Much († 1756) die besten Künstler und Handwerker des 18. Jahrhunderts gewinnen konnte: den Baumeister Josef Munggenast, den Freskomaler Paul Troger und seinen Schüler Johann Jakob Zeiller sowie den Stukkateur Johann Michael Flor und viele andere. „Mäßigung“, „Weisheit“ und „Liebe“ bilden das durchkomponierte Programm der barocken Klosteranlage, das in den Außenfiguren, Stukkaturen und Fresken entfaltet wird.

 

Autoren, die am kunsthistorischen Institut der Universität Wien, an der Akademie der Wissenschaften oder beim Bundesdenkmalamt (Abteilung für Bodendenkmale) wissenschaftlich arbeiten, konnten gemeinsam mit dem Prior des Stiftes Altenburg für die neuen Beiträge über das Kloster, seine Geschichte und Kunst, aber auch über das Klosterleben im beginnenden 21. Jahrhundert gewonnen werden. Die neuen Fotoaufnahmen lieferten u.a. Prof. Gerhard Trumler, Andrea Sulzgruber und P. Albert Groiß OSB. 

Die kleine Mönchsgemeinschaft von Altenburg bemüht sich nicht nur um die Erhaltung und Revitalisierung der weitläufigen Klostergebäude, sondern auch um die Pflege und Anlage von Gärten und den schöpfungsverantwortlichen Umgang mit ihren Feldern und Wäldern.

Die Leserinnen und Leser des neuen Bildbandes sind herzlich zum Kennenlernen des Stiftes Altenburg „im Herzen Europas“ und seiner Mönche eingeladen, wenn sie den Band durchblättern und studieren. Auch für Sie gilt: „Sei unser Gast!“

 

 

 

Das Buch ist um € 29.50 im Klosterladen des Stiftes erhältlich. (Es wird auch gerne inkl. der Versandspesen zugeschickt!)

Information:

Sabine Laz, kultur.tourismus@stift-altenburg.at

02982/3451-18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Bergende": Steinskulptur von Dr.
Eva Vorpagel-Redl