„Der Herr ist mein Hirte; er führt mich an Wasser des Lebens“ (Ps 23)
Gott, unser Schöpfer und Vater,
hat unseren Mitbruder
Br. Johannes Holzmann OSB
Benediktiner des Stiftes Altenburg
am 13. März 2026, gestärkt durch die Sakramente der Krankensalbung und der Eucharistie, im 91. Lebensjahr in sein Reich gerufen.
Johannes (Evang.) Holzmann wurde am 16. Juli 1935 in Pernthon bei Schönbach im Waldviertel geboren und wuchs dort mit seinen Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Während der schwierigen Zeit des Zweiten Weltkrieges und der russischen Besatzung besuchte er die Volksschule in Schönbach, die er am 2. Juli 1949 abschloss. Bis ins hohe Alter erzählte er beim Frühstückstisch oder in der Rekreation von den prägenden Erlebnissen seiner Kindheit.
Neun Jahre später bat er um Aufnahme bei den Benediktinern in Altenburg als Laienbruder und wurde am 10. Juli 1958 gemeinsam mit Br. Koloman Ofner von Abt Maurus Knappek OSB eingekleidet. Seinen Namen durfte er behalten; Johannes der Täufer wurde sein Namenspatron. Von der kleinen Gruppe der Laienbrüder erhoffte sich der nach dem Krieg wiedererstarkte Konvent Unterstützung in den vielfältigen Aufgaben des klösterlichen Lebens.
Nach der einfachen Profess am 4. Oktober 1959 wurde Br. Johannes nach Schweikelberg entsandt, um dort die Tischlerlehre zu beginnen. Nach der ewigen Profess am 7. Oktober 1962 wirkte er im Konvent vor allem als Gärtner im Klostergarten und als Chauffeur des Abtes. Darüber hinaus versah er den Dienst als Organist bei den Konventmessen.
Als in den 1980er-Jahren in der Stundenliturgie immer mehr Teile gesungen wurden, begleitete Br. Johannes mit großer Hingabe unter anderem die Komplet, besonders das Nunc dimittis und die lateinische marianische Antiphon, auf der damals neu angeschafften Orgel der Chorkapelle.
Neben seinen Aufgaben im Kloster engagierte er sich auch apostolisch: Er war Mitarbeiter bei Bewegungen wie dem Cursillo und begleitete als Krankenhelfer Wallfahrten nach Lourdes. Seit Beginn der Marienerscheinungen in Medjugorje organisierte er sogar Buswallfahrten zu diesem neuen Wallfahrtsort – auch während der unruhigen Jahre des Balkankrieges in den 1990er-Jahren.
In den letzten Jahren pflegte er seine zahlreichen Kontakte vor allem von seiner Zelle aus. Auch ohne Computer oder Handy hielt er über das Festnetz mit vielen Menschen Verbindung, besonders mit Mitgliedern von Gebetsgruppen.
Wir bitten um das Gebetsgedenken und um die Feier der Heiligen Eucharistie für unseren verstorbenen Mitbruder.
Das Requiem feiern wir am 20. März 2026 um 14.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche Altenburg. Anschließend geleiten wir unseren Mitbruder auf dem Konventfriedhof zu seiner letzten Ruhe.
Am Vorabend, 19. März, beten wir um 18.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche Altenburg die Totenvesper.
P. Albert Groiß OSB
Administrator
Konvent des Stiftes Altenburg
Neffen und Nichten

Stift Altenburg
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