DIE WALDWIRTSCHAFT

Rund 2800 Hektar Waldflächen, aufgeteilt auf zwei Forstreviere – Altenburg und Wildberg – bilden ein wichtiges Standbein der wirtschaftlichen Tätigkeit von Stift Altenburg. Auch in der Forstwirtschaft werden Ökologie und Nachhaltigkeit großgeschrieben: in den stiftseigenen Mischwäldern wird konsequent auf Naturverjüngung gesetzt.

Die Jagdreviere (Rotwild, Schwarzwild, Niederwild), die Fischreviere am Kamp sowie die Fischteiche sind teilweise verpachtet.


Stift Altenburg erhält den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft 2018
Am Freitag, den 28. September 2018 wurde in Salzburg der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft verliehen. Je Bundesland wurde ein bäuerlicher Betrieb mit dem Staatspreis ausgezeichnet – das Stift Altenburg erhielt in der Kategorie „Großwald“ als einziger Betrieb österreichweit diesen Staatspreis und zusätzlich den Sonderpreis der Kategorie „klimafitte Wälder“.


Alpenbock gesichtet!
Nachdem er schon im Vorjahr gesichtet wurde, ist es jetzt „offiziell“: der Alpenbock (Rosalia alpina) hat sich im Forstrevier rund um Stift Altenburg angesiedelt.
Der imposante Käfer gilt als Botschafter für die Vielfalt im Wald. Sein Lebensraum ist das Holz abgestorbener Laubbäume, vor allem von Buchen. Wie alle holzbewohnenden Arten ist der Alpenbock für seine Entwicklung auf solches Totholz angewiesen -allzuoft landen Käfer und Larven aus Brennholzstapeln sprichwörtlich „im Ofen“.
Es freut uns also sehr, dass sich der Alpenbock das Forstrevier Altenburg zum neuen Domizil auserkoren hat – eine kleine Belohnung für die nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung in den Stiftswäldern!


Lohrinde

Stift Altenburg ist einer der letzten Forstbetriebe in Österreich, die die Gewinnung von Lohrinde beherrschen. Lohrinde (von mhd. „lo“ – abreissen, schälen) wird seit der Eisenzeit als Dachdeckung verwendet. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet der stiftliche Forstbetrieb mit Mag. Wolfgang Lobisser vom Vienna Institute for Archaeological Science zusammen. Diesmal wurde die Rinde von mehreren ca. 120 Jahre alten Fichten zur Instandsetzung des Daches eines eisenzeitlichen Kellerhauses im MAMUZ in Asparn an der Zaya benötigt.

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