Sale terrene

Sale terrene

Verborgene Schätze zwischen Drinnen und Draußen
Die Sale terrene im Stift Altenburg waren lange Zeit nicht zugänglich und dienten bis 1970 als Schüttkasten. Erst während der niederösterreichischen Landesausstellung Groteskes Barock im Jahr 1975 wurde ihre einzigartige malerische Ausstattung durch eine umfassende Restaurierung enthüllt. Die bemalten Wände und Decken zeichnen sich durch eine rustikale Malweise und eine originelle, schwer zu entziffernde Ikonographie aus. Es wird angenommen, dass mehrere Künstler, möglicherweise im Umfeld von Paul Troger, an der Gestaltung beteiligt waren.
Die Sale terrene sind ein Beispiel für den Typus des ebenerdigen Saals, der im 17. Jahrhundert in Mitteleuropa nördlich der Alpen populär war und eine Verbindung zwischen Gebäude und Garten bildete. Im Vergleich zu ähnlichen Räumen in anderen Palais und Klöstern stammt die Sale terrene in Altenburg aus dem Jahr 1740 und zählt zu den späten Exemplaren dieser Raumgattung.

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